Camino Francés – Foncebadón – wenige Minuten vor dem Cruz de Ferro

private Herberge „Monte Irago“, Ü ca. 5 €

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„Katastrophale Hippie-Bude, Sanitärräume katastrophal, Nein danke“. Dies waren die Kommentare in meinem Unterkunftsverzeichnis der Paderborner Jakobusfreunde. Die Fügung wollte es jedoch, dass ich tags zuvor neue Pilgerfreunde kennen lernte, die vorgaben, es besser zu wissen. Und sie behielten Recht.

Okay, ich bin nicht ganz objektiv, habe ich doch dort jemanden kennen gelernt, die mein Leben hiernach entscheidend beeinflusste. Aber diese „Hippie-Bude“ hätte auch ohne diese Begegnung das Potential für „eines meiner Highlights auf dem Camino“ gehabt.

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Die untere Etage besteht aus dem Empfang, dem Aufenthaltsbereich, einem offenen Kamin und einer Mini-Tienda, in der man alles für faire Preise bekommt, was einen gelungenen Pilgerabend ausmacht. Darüber hinaus werden dort Pluderhosen und andere sehr bequeme Kleidungsstücke „à l‘Aussteiger“ verkauft. Werde ich beim nächsten Mal sicher zugreifen. Das Pilgermenü war vegetarisch, trotzdem lecker (he he) .

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Von katastrophal konnte nicht die Rede sein, alles schien ordentlich, sauber und äußerst liebevoll durchdacht. Da man sich abends entschieden hatte, den Raum im Untergeschoss durch den offenen Kamin zu beheizen, was natürlich ambientemäßig entschieden den „Pilgerfeierabend“ positiv beeinflusste, zu dem sich dann auch die Hospitaleros gesellten, war am nächsten Morgen nicht genügend Potential für die Warmwasseraufbereitung vorhanden, was mir meine ach so geliebte Morgendusche vergraulte. Zu dem angebotenen kostenlosen Yoga bin ich dann verkatert und ungeduscht eben nicht gegangen. Aber dies soll den insgesamt positiven Eindruck von dieser Herberge nicht schmälern, die ich hiermit ausdrücklich empfehlen möchte.

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil ist, dass diese Herberge gerade mal 20 Wanderminuten vor dem Cruz de Ferro entfernt liegt. Zu allgemeiner früher Pilgermorgenstunde ist man dort dann (zumindest im November) allein, die Busse mit den Komfortbesuchern sind noch nicht dort und man kann in kontemplativer Ruhe seinen Stein nieder legen.

von Frank aus Wetter

 

 

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