Mir sind auf meinem Weg einige Menschen begegnet mit denen ich keinen engen Kontakt hatte, die mir aber dennoch sehr im Gedächtniss geblieben sind. Manche habe ich nur hin und wieder auf dem Weg gesehen und ihnen „Buen Camino“ gewünscht und mit manchen habe ich ein paar Worte gewechselt.

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Da war eine ältere Dame aus Australien, die mich auf dem Nachtigallenpfad freudig grüßend überholte, während ich mich mit meinen Stöcken langsam auf dem unebenen bröckeligen Boden vorarbeitete. Sie hat mich in den Tagen vorher schon immer wieder mal in einem schnellen Tempo überholt.

Ich traf einen 80 jährigen Mann aus der Schweiz, der so fit war, dass ich ihn nie auf dieses Alter geschätzt hätte. So fit so alt zuwerden wäre ein Traum.

Die kleine Maja traf ich mit ihrem Großvater in Ponferrada. Bevor sie eingeschult wurde, durfte sie dieses Abenteuer erleben und hat es tapfer durchgezogen. Ich glaube sie sind ca 200 km vor Santiago gestartet.

Aber am tiefsten beeindruckt haben mich zwei ältere englischsprachige Herren. Vielleicht waren sie Freunde oder Brüder. Der eine hatte durch einen Schlaganfall im Oberkörper eine halbseitige Lähmung und trug tapfer seinen Rucksack und sie sind gemeinsam auch die unwegsamsten Pfade gegangen. Wo er keine gute Balance hatte stützte ihn sein Freund und nahm ihm auch seinen Rucksack ab.

Hattet ihr auch solche kurzen Begegnungen, die euch im Gedächtniss geblieben sind? Oder habt ihr vielleicht eine kleine Geschichte. Ich würde sie gerne hier im Blog veröffentlichen wenn ihr das möchtet. Wie ihr mich erreicht, steht hier.

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