Manche Caminos verfügen über Brunnen an denen man sich mit Wasser versorgen kann. Aber achtet darauf was an dem Brunnen steht. „Agua potable“ ist Trinkwasser und von „Agua non potable“ sollte man die Finger lassen. Generell ist das Wasser in den südlichen Ländern sehr stark gechlort. Für meinen Geschmack zu stark und daher habe ich mich in den Supermercados mit normalem Mineralwasser versorgt. Auf manchen Abschnitten sind die Bars aber auch so dicht gesäht, dass ihr keine Angst haben müsst zu verdursten. Es gibt dennoch einige Ortschaften, die sehr weit auseinander liegen und manche Strecken haben weder Brunnen noch Bars. Meist wird dies in den Reiseführern auch erwähnt.

Trinksystem

In diesem Beitrag möchte ich auf verschieden Möglichkeiten eingehen. wie ihr euch einen kleinen Wasservorrat anzulegen und mitzunehmen könnt.

Trinkflasche

Viele sagen eine 1 Liter Trinkflasche zum Befüllen an den Brunnen reicht aus. Das kommt aber meiner Meinung nach stark auf den Bedarf an. Wie gesagt ich mochte das Wasser nicht und habe mich daher eh versorgt. Bei sehr heißen Temperaturen habe ich auf einer recht kurzen Distanz einen Liter vernichtet und hatte dennoch das Gefühl nicht genug getrunken zu haben. Dazu kommt noch das Problem, wie befestigen. Ich hatte erst eine Tasche am Hüftgurt, doch das Gewicht löste diesen immer wieder. An die Außentaschen meines Rucksacks kam ich nur mit schweren Verrenkungen dran und musste ihn dann doch absetzen um die Flasche wieder dort hinein zu bekommen. Wenn man alleine geht, sollte man all das bedenken. Es gibt auch Flaschen mit Kohlefiltern. Leider habe ich sie erst vor kurzem entdeckt. Diese sollen unteranderem auch den Chlorgeschmack rausfiltern.

Trinksystem

In Burgos kaufte ich schließlich ein Trinksystem und später eine passende Flasche. Man kann sie auf viele gängige PET Flaschen, die klassische Sigg (vorsicht nicht alle Aluflaschen haben dieses Gewinde) und einige Widemouth Öffnungen schrauben. Dieses System erleichterte ungemein meinen Weg. Ich trank viel mehr und kam immer auch während des Laufens an mein Getränk. In einer kleinen Flasche hatte ich zusätzlich noch ein Sportgetränk für meinen Mineralienhaushalt. Mittlerweile habe ich die 1 Liter Aluflasche gegen eine große Nalgene Silo getauscht, denn ich wollte mehr Volumen und die breite Öffnung hilft sehr bei der Reinigung. Solche Trinksystem sollten aber nur mit Wasser genutzt werden, da der Schlauch sich schlechter reinigen lässt. Ich spüle ihn dazu durch, schleuder das Wasser heraus undhänge ihn dann mit dem Mundstück nach unten senkrecht zum Trocknen auf.

Trinkblase

Im Prinzip funktioniert sie wie das Trinksystem nur das man anstatt einer beliebigen Flasche einen Kunststoffbeutel hat. Viele Trekkingrucksäcke besitzen eine extra Tasche im Innenraum, in der dieser Beutel befestigt wird. Man liest im Netz verschiedenes über diese Beutel. Sie sollen schwer zu reinigen sein und sind nicht so stabil wie Flaschen. Ein Vorteil ist, dass es sie in vielen verschiedenen Größen gibt. So kann man sie der Tour und seinem Bedarf anpassen.

Die meisten beginnen schon in Deutschland mit Wanderungen, hier könnt ihr die Vor- und Nachteile einer normalen Flasche einfach testen. Es reicht ja eine PET Flasche und muss nicht direkt eine spezielle Alu-, Edelstahl- oder Sportflasche sein. Wenn ihr damit nicht so recht warm werdet, könnt ihr die Alternativen in Betracht ziehen, denn sie sind auch etwas teurer als eine Flasche.

 

 

Advertisements