Der Pilgerstab ist ein Symbol und ein Werkzeug zu gleich. Die meisten Pilger auf meinem Weg hatten einen Pilgerstab. Aber es gibt auch Menschen, die ohne besser zurecht kommen. Es gibt eine Menge Anwendungsmöglichkeiten und verschiedene Ausführungen, die ich gern betrachten möchte. Einen Punkt, den ihr bei allen Stöcken beherzigen solltet und eure Mitpilger werden es danken ist folgender –Nehmt Gummipuffer für die Spitzen mit. Es gibt nichts nervigeres als das Geklapper von Metallspitzen auf Asphalt und anderen festen Wegen.

Stab

Der klassische Pilgerstab

Es ist meist ein Stecken aus Holz etwa ein Ast oder junger Baum… manche sind gerade andere haben knubbelige Verwachsungen oder Astlöcher. Man nutzt ihn als Stütze an Steigungen oder zur Sicherheit in Unwegsamen Gelände. Der Stab geht oft bis mindestens bis zur Brust und kann so durch den Griff variabel eingesetzt werden. Ein Nachteil ist der Transport im Flugzeug, denn er zählt oft als Sperrgut wegen der Länge. Auch nutzt ein normaler Stab sich beim Laufen sehr ab. Aber es gibt Shops für Jagdstöcke in denen man Gewindeteile, Stabspitzen und Gummiaufsätze bekommt. Hiermit könnt ihr ihn auf ein normales Packmaß bringen und er kann euch auf viele Caminos in ferne Länder begleiten. Was ich schön finde sind die kleinen Plaketten, die man früher an Orten und für bestimmte Routen und Orte kaufen und an den Stock nageln konnte. Leider habe ich in Santiago keine schöne gefunden.

Trekkingstöcke

In Spanien werden sie auch einzelnd verkauft aber meist nutzt man sie im Doppelpack. Jeh nach Gelände nutze ich sie einzelnd oder zu zweit. Sie helfen mir auch auf gerader Strecke meinen Rhythmus zu halten. Auf meinem ersten Camino hatte ich günstige vom Discounter mit aber sie klapperten später, da der Shockabsorber kaputt ging. Also habe ich mich für eine höherpreisige Variante ohne Absorber entschieden. Sie sind zudem auch etwas leichter und und haben zusammengeschoben ein kleineres Maß. Gummipuffer für die Spitzen bekommt man von allen die gängigen Marken im Outdoorbedarf immer nach. Es gibt verschieden Materialien für den Corpus und den Griff und Befestigungsmehanismen. Schaut euch mehrere an und entscheidet dann. Meine sind auch leichter, da ich eine Variante für maximal 1,70m große Personen habe. Da fällt dann natürlich etwas an Material weg.

Wenn ihr die Stöcke einstellt, dann achtet drauf, dass eure Arme wenn ihr die Stöcke haltet einen ca 90° Winkel haben. An Steigungen bergauf müsst ihr demnach die Stocklänge kürzen und berab verlängern um auch den richtigen Winkel einzuhalten und halt zu haben. Gerade an Steigungen nehmen sie euch einige Last vom Körper ab und schonen die Gelenke.

Sonstiges

Wer sich ein wenig in die Geschichte und einlesen möchte, findet hier einiges zum Thema Pilgerstab inklusive einer Hightech form.

Außerdem möchte ich hier auf meinen Traumstab „Gemse“ hinweisen. Es geht mir nicht um Werbung aber das Projekt und das Design gehen Hand in Hand. Man unterstützt eine caritative Einrichtung und bekommt eine schöne Wertarbeit.

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